Der Gegenbericht des Nürnberger Tiergartens!
Informationen zum Bürgerbegehren "Schließung des Delfinariums"
Liebe Tiergartenfreunde! Sicherlich haben Sie über die Medien erfahren, daß
Tierrechtler ein Bürgerbegehren mit dem Ziel der Schließung des Delfinariums
durchführen. Damit es zu einem Bürgerentscheid (Abstimmung an der Wahlurne) kommen
kann, müssen sich zunächst 18.000 wahlberechtigte Nürnberger Bürger/innen,
die eine Schließung des Delfinariums befürworten, in Listen eintragen. Bereits seit
September 1998(!) versuchen die Initiatoren diese erforderliche Anzahl an Unterschriften
zu sammeln.
Obwohl unsere seit 1971 bestehende Delfinhaltung nach
anfänglichen Schwierigkeiten nunmehr seit vielen Jahren äußerst
erfolgreich ist, wird von kleinen Gruppen von Haltungsgegnern und sogenannten
Tierrechtlern in regelmäßigen Abständen die Schließung des
Delfinariums gefordert.
Im Zusammenhang damit werden Behauptungen aufgestellt, die
jeglicher Grundlage entbehren. Sie reichen von angeblichem Stress über
unnatürliche Aggressivität bis hin zum Selbstmord der Tiere. Die
Vorwürfe gipfelten in den Unterstellungen, die Delfine würden hungrig
gehalten und sogar geschlagen. Natürlich sind diese ungeheuerlichen Behauptungen
falsch, sie verfehlen jedoch nicht die beabsichtigte emotionale Wirkung und haben
manchen Bürger und manche Bürgerin verunsichert.
Tatsache ist, daß die Delfinhaltung des Tiergartens
Nürnberg international hohes Ansehen genießt. Bei der Aufzucht ist unsere
Nürnberger Einrichtung europaweit sehr erfolgreich. Fünf Jungtiere sind
hier problemlos herangewachsen und die Lebenserwartung ist inzwischen höher als
in freier Natur. Todesfälle durch Krankheiten oder Unfälle ereignen sich
in der freien Wildbahn ebenso wie bei der Haltung in Menschenobhut. Dies gilt
übrigens für alle Lebewesen.
Die Aktivisten behaupten, Delfine in Delfinarien würden
leiden und sterben, da dort keine artgemäße Haltung möglich sei.
Ein Zoo kann einem Tier in den meisten Fällen den ursprünglichen Lebensraum
nicht bieten. Jedoch kann den Tieren durchaus eine artgemäße, verhaltens-
und tierschutzgerechte Haltung geboten werden, in der sie sich wohlfühlen. Dies
läßt sich nachweisen, wenn Verhalten, Gesundheit, Fortpflanzung und
Lebenserwartung nach wissenschaftlichen Kriterien beurteilt werden. Eine
Überprüfung all dieser Punkte ergab kein einziges Indiz, welches
Zweifel an einer artgemäßen Haltung der Nürnberger Delfine
zuließe. Untersuchungen verschiedener Universitäten zum Verhalten
und zum Gesundheitszustand der Delfine belegen, daß die Haltung der Tiere
hier weder Verhaltensstörungen noch Leiden auslöst.
Die drei Initiatoren des Bürgerbegehrens fordern für das Nürnberger Delfinarium:
- die sofortige Einstellung der Nachzucht
- keine Wildfänge aus dem Meer
- keine Übersiedlung aus anderen Delfinarien
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