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Fischerei und Beifang!

Man spricht von einem "indirekten" Verlust der Wale und Delfine durch den Fischfang, viele Menschen denken nicht darüber nach, was es für Auswirkungen haben kann, wenn den Delfinen die Nahrung genommen wird, deshalb muss man auch darauf hinweisen. An erster Stelle steht der Thunfisch!

Alle Fischer kennen das Zusammenspiel zwischen Delfinen und Thunfische. Dort wo sich Delfine und Wale aufhalten, sind auch Thunfische und umgekehrt, ein Beispiel ist ein Schwarm Gelbflossenthunfischen in seiner Nähe kann man den Flecken-Delfin, den Gewöhnlichen Delfin und den Spinner-Delfin finden. Da dieser Thunfisch auf dem Speisekarte dieser Delfine zu finden sind. Die Fischer des Pazifiks machen sich diese Erkenntnis zu nutzen um genau dort zu fischen wo sie diese Delfine zu mehreren antreffen, sie halten nach den Delfinen Ausschau und machen dadurch oft einen sehr großen Fang dieses Thunfisches.

In den fünfziger Jahren wurde es möglich durch die Ringwadenfischerei immer größere Thunfischschulen (so werden große Schwärme genannt) einzukreisen. Die Thunfische befinden sich unter den Delfinen und so werfen die Fischer ihre Ringwadennetze aus um diese zu fangen. Aber nicht nur das sie ganze Schwärme den Delfinen wegfangen, sie gefährden dadurch auch den Bestand der Wale/Delfine. Denn diese Verfangen sich ebenfalls in den Netzen, dadurch kommen sie nicht mehr an die Wasseroberfläche und ertrinken. Auf diese Art und Weise wird aber nicht nur im Ostpazifik sondern auch im Ostatlantik gefischt.

Im Ostpazifik kamen seit 1959 ca. 6 300 000 Delfine als so genannter "Beifang" ums Leben.

In wenigen Jahren wurde die Population des Spinner Delfins um 80% reduziert. Daraufhin reagierte sowohl die Fischereibehörde der Vereinigten Staaten und auch die Tier- und Umweltschutzorganisationen, sie haben in den 80er Jahren eine Kampagne zur Rettung der Delfine hervorgerufen.

Darauf hin wurde in den USA das "Dolphin-Safe-Label" gestartet, diese verlangte eine Maßnahme, damit entweder die Delfine die Chance erhielten zu entkommen oder freigelassen zu werden, bevor sie tödliche Verletzungen erhielten und eine Kennzeichnung von Thunfischprodukten, bei deren Fang keine Delfine zu Schaden kommen sollten. Um dies Glaubwürdig durchzuführen und die Einhaltung dieser Vorschriften zu überprüfen, erhielten unabhängige Beobachter den Auftrag dies zu beobachten.

Daraufhin hat sich die Zahl der Beifangrate im Ostpazifik seit 1990 um ungefähr 90% auf unter 3 000 Delfine verringert (Stand 1996).

 

 
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